Newsletter September 2018 – Lieber allein

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Spin-Offs

Lieber allein

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Einen Unternehmensteil aus einem Konzernverbund herauszulösen, zu verselbstständigen und an die Börse zu bringen, ist eine Strategie, die in Deutschland immer mehr Anhänger findet. Siemens hat gerade erst seine Gesundheitssparte unter dem Namen Healthineers an die Börse gebracht, die Deutsche Bank vollzieht gleiches mit ihrer Fondstochter DWS. Und bei Daimler und Volkswagen gibt es ebenfalls Überlegungen, zunächst durch das Herauslösen eines Unternehmensteils zu schrumpfen, um dadurch weitere Wachstumspotenziale zu heben – konkret, indem das Lastwagen-Geschäft abgespaltet werden könnte.

Allgemeiner Trend

Experten sehen das als einen allgemeinen Trend. Sie sind der Ansicht, dass einzelne Geschäftsbereiche, die dann nicht mehr im Konglomerat sind, allein eine bessere Bewertung haben, die die Vorteile früherer Synergien übersteigt. Außerdem können so zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Die unternehmerische Kontrolle über den herausgelösten Teil bleibt, aber durch den Verkauf wird Liquidität generiert.

Vielfältige Gründe

Die Gründe für diese unternehmerischen Entscheidungen können vielfältig sein: Die Schaffung von Liquidität ist einer davon. Höhere unternehmerische Flexibilität und ein eigenständiger Zugang zum Kapitalmarkt sind andere Motivationen. Darüber hinaus kann auch der Bereich Forschung und Entwicklung davon profitieren, wenn er einer kleineren, agileren Organisation zugeordnet ist.

Trennung bringt Vorteile

Für viele Unternehmen ist die Verselbständigung und vor allem auch die Börsennotierung von strategischer Bedeutung. Gelder können reinvestiert werden, eigene strategische Belange werden gezielter verfolgt. Nach einer Verselbstständigung können eigene Investitionsentscheidungen getroffen werden und über die Börsennotierung kann zudem auch selbst auf Fremdfinanzierungsmöglichkeiten zurückgegriffen werden.

Unser Autor Harald Czycholl nimmt im Artikel „Lieber allein“ in der unternehmensjurist-Ausgabe 5/18 ab S. 56 die Verselbständigung von Bayer und Covestro unter die Lupe. Er zeigt, wie die juristischen Klippen umschifft wurden und läßt Management-Experten aus dem In- und Ausland sowie juristische Berater zu Wort kommen.

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