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Demographie

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Gesamtergebnisse

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Rechtsgebiete

Ergebnisse 2017–2018

Die Datenerhebung fand im Zeitraum Januar bis Mai 2017 statt. Befragt wurden mehr als 5.000 Unternehmensjuristen aus branchen- und größenübergreifenden Unternehmen in Deutschland.

 

An der Befragung 2017/2018 beteiligten sich insgesamt 930 Unternehmen, Verbände und Vereine. Die teilnehmenden Unternehmen repräsentieren alle großen, in Deutschland vertretenen Branchen und Größenkategorien unabhängig von ihrer Organisationsform. Insgesamt gaben die Teilnehmer 9.820 auswertbare Empfehlungen ab. Hiervon verteilen sich 7.700 Empfehlungen auf 32 verschiedene Rechtsgebiete. Zusätzlich entfallen 2.106 Empfehlungen auf Kanzleien in 79 verschiedenen Staaten im Ausland. Die Rücklaufquote beim „kanzleimonitor.de 2017/2018“ liegt bei knapp 81 Prozent.

81

Prozent Rücklaufquote

Von rund 1.150 befragten Unternehmen beteiligten sich 930 und somit rund 4 von 5 Unternehmen (81 %) an der Befragung zum „kanzleimonitor“ (Vorjahr: 827)

9.820

Empfehlungen insgesamt

Die Teilnehmer gaben insgesamt 9.820 Empfehlungen ab (Vorjahr: 8.824)

Ø 10,5 Empfehlungen je Unternehmen (Vorjahr: 10,7)

7.714

Empfehlungen Rechtsgebiete

7.714 Empfehlungen verteilen sich auf 32 verschiedene Rechtsgebiete (Vorjahr: 7.138 in 32 Rechtsgebieten)

2.106

Empfehlungen Länder

2.106 Empfehlungen wurden für Kanzleien bei Tätigkeitsentfaltungen im Ausland abgegeben (Vorjahr: 1.686)

Demographische Ergebnisse

Branchen

Die in diesem Jahr 930 teilnehmenden Unternehmen verteilen sich auf 28 verschiedene Branchen. Damit erreicht die Studie eine breite und repräsentative Basis in der deutschen Wirtschaft. Die am stärksten vertretene Branche der Versicherungen & Finanzdienstleister erreicht einen Anteil von 9,0 Prozent aller Unternehmen. Auch die Dienstleistungen sind repräsentativ vertreten: Insgesamt 8,1 Prozent aller Teilnehmer zählen zu diesem Wirtschaftszweig. Knapp dahinter folgen IT- und Telekommunikationsunternehmen, die damit erneut die drittstärkste Branche bilden. Wie schon in den Jahren zuvor stellt auch der Maschinen- und Anlagenbau einen ganz erheblichen Teil der sich beteiligenden Rechtsabteilungen dar. Die kleinsten Branchen sind dahingegen lediglich mit einer einstelligen Anzahl Unternehmen repräsentiert. Sie bündeln sich zu den 9,5 Prozent der sonstigen Unternehmen.

Unternehmensgrößen

Mehr als die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen erreicht Jahresumsätze von bis zu einer Milliarde Euro. Damit entspricht dieser Anteil auch dem Wert aus der Vorjahresbetrachtung, wodurch diese Gruppe von Unternehmen eine stabile Kenngröße in der Erhebung darstellt. Mit 210 teilnehmenden Unternehmen stellt die Umsatzkategorie von einer bis zehn Milliarden Euro die zweitgrößte Gruppe dar. Insgesamt 10,5 Prozent der Firmen verzeichnen Umsätze von mehr als zehn Milliarden Euro.

Positionen der Teilnehmer

Einen tieferen Einblick in die Herkunft der Empfehlungen bietet auch die Kategorisierung entsprechend der Hierarchiestufen in der Rechtsabteilung. Alle drei Hierarchieebenen haben sich an der Befragung beteiligt, wobei die General Counsel die mit Abstand meisten Empfehlungen abgegeben haben. Die Abteilungsleiter stellen rund 54,4 Prozent aller Referenzen. Von den sonstigen Syndici kommen 30,2 Prozent der Empfehlungen.

Bundesländer

Auch in diesem Jahr verteilen sich die Empfehlungen auf alle 16 Bundesländer, mit jedoch nach wie vor sehr unterschiedlicher Ausprägung. Das teilnehmerstärkste Bundesland ist Nordrhein-Westfalen. Insgesamt 28,6 Prozent aller Unternehmen kommen aus dieser Region. Mit einigem Abstand dahinter folgt Bayern. Dieses Bundesland stellt 14,2 Prozent aller teilnehmenden Rechtsabteilungen. Ebenfalls zweistellige Prozentwerte erreichen die Bundesländer Hessen (13,9 Prozent) sowie Baden-Württemberg (13,1 Prozent). Die teilnehmerschwächsten Bundesländer liegen vorrangig im östlichen Teil der Republik. Aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt kommen jeweils nur 0,3 Prozent der Teilnehmer.

Gesamtergebnisse

Die Spitzenreiter des Vorjahres behaupten sich auch in diesem Jahr

Die drei Spitzenreiter des Vorjahres können sich auch im aktuellen „kanzleimonitor.de“ behaupten. CMS Hasche Sigle, Freshfields Bruckhaus Deringer und Hengeler Mueller führen weiterhin in unveränderter Reihenfolge das Feld an. Dabei hat die Kanzlei CMS Hasche Sigle ihren Vorsprung

Vorsprung allerdings noch weiter ausgebaut und erhält 393 Empfehlungen. Freshfields Bruckhaus Deringer liegt mit 301 Nennungen auf Platz 2. Hengeler Mueller erkämpft sich mit Abstand sowohl nach unten als auch nach oben Platz 3. Gleiss Lutz landet wieder auf dem vierten Platz. Die Juristen von Noerr vervollständigen erneut das Feld der Top-5-Kanzleien. Insgesamt entfallen auf diese Top 5 mit 18,4 Prozent ungefähr ein Fünftel aller Empfehlungen. Baker & McKenzie haben ihren letztjährigen Aufstieg erfolgreich verteidigt und behalten den sechsten Platz. Auf Platz 7 aufgestiegen ist Hogan Lovells.

Spezialisten und Boutiquen dominieren das Ranking

Besonders interessant im Rahmen der Gesamtbetrachtung ist natürlich auch der direkte Vergleich von breit aufgestellten Law Firms, die mitunter mehrere Büros im In- und Ausland unterhalten, mit kleineren, aber dafür zum Teil stark spezialisierten Kanzleien. Dieser direkte Vergleich gelingt erst, wenn die empfangenen Empfehlungen mit der Größe der Kanzlei – gemessen an der Anzahl der beschäftigten Berufsträger – ins Verhältnis gesetzt werden. Das Ergebnis ist eine Empfehlungsquote, die die Empfehlungen je Berufsträger widerspiegelt. Im Vergleich zur ungewichteten Gesamtbetrachtung treten hier häufig ganz andere Kanzleien in den Vordergrund, wie auch die diesjährige Erhebung wieder zeigt. Mit einer Quote von 433 Prozent setzen sich Thiel von Herff Rechtsanwälte, im Vorjahr zweiter Sieger, unangefochten an die Spitze der Top 10. Oppenhoff & Partner steigert seine Empfehlungsquote und gewinnt Platz 2. Mit 200 und teils deutlich mehr Prozent stellen außerdem die Anwaltssozietäten Juconomy Rechtsanwälte, Pauly & Partner, DSC Legal, VBB Rechtsanwälte und – aus dem Stand heraus – Elbs Kilian Wirth – geschätzte Partner im Markt der spezialisierten Unternehmensjuristen dar. In den Top 10 – 21 ragen Paschen Rechtsanwälte (plus 5 Plätze) hervor. Für Bewegung im Feld sorgen fünf Neuligisten.

Versicherungen und Finanzdienstleister

Eine Branche mit regelmäßig sehr vielen Empfehlungen ist die der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsunternehmen. Die meistempfohlene Law Firm unter insgesamt 617 Nominierungen ist erneut Hengeler Mueller. Mit 46 positiven Erwähnungen und einem Stimmenanteil von 7,5 Prozent konnte sie ihren exzellenten Platz halten. Die an zweiter Stelle platzierten Rechtsberater von BLD Bach Langheid Dallmayr wurden 30-mal gewürdigt, Hogan Lovells auf Platz 3 bekamen 27 Nominierungen. Beide Kanzleien haben sich um jeweils zwei Stufen nach vorne geschoben. Das Verfolgerfeld wird angeführt von CMS Hasche Sigle (23 Voten) und der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer (22). Dank 20 Nennungen schaffen Allen & Overy erneut den Sprung in die Top 10, ebenso Gleiss Lutz (16 Empfehlungen, Platz 8). Neu dabei sind Clifford Chance, denen 17 positive Nennungen zu Platz 7 verhelfen, sowie GSK Stockmann + Kollegen mit 14 Nominierungen auf Platz 9. Die internationale Großkanzlei Linklaters vervollständigt die Top 10 in diesem Jahr. Auf sie entfielen 14 Empfehlungen.

Je höher das Segment, desto stärker gefragt sind die Branchenriesen

Bei den DAX-Unternehmen Spitzenreiter mit großem Vorsprung ist Freshfields Bruckhaus Deringer. Schwergewichte wie Hengeler Mueller, Gleiss Lutz, CMS Hasche Sigle und Linklaters sind hier ebenso vertreten wie Clifford Chance, Allen & Overy, Baker & McKenzie, White & Case und Noerr.

Ergebnisse der Rechtsgebiete

Um die Hauptbetätigungsfelder der Unternehmensjuristen abzudecken, in denen auch verstärkt mit externen Beratern zusammengearbeitet wird, konzentrierte sich die Befragung zum „kanzleimonitor“ auf 32 ausgewählte Rechtsgebiete. In der Publikation „kanzleimonitor 2017–2018“ erlangen Sie Einblick in die detaillierten Auswertung der einzelnen Rechtsgebiete. Je Rechtsgebiet erfahren Sie anhand einer graphischen Auswertung, welche Kanzleien und welche externen Anwälte von den Unternehmensjuristen empfohlen wird. Darüber werden die meisten Rechtsgebiete in weiteren Unterkategorien ausgewertet und graphisch dargestellt.

Zu diesen Unterkategorien gehören:

  • Hidden Champions (Verhältnis Empfehlungsanzahl zu Kanzleigröße),
  • Branchenherkunft der empfehlenden Unternehmen,
  • Umsatzgrößen der empfehlenden Unternehmen,
  • Regionale Herkunft der empfehlenden Unternehmen (nach Regionen und Städten),
  • Hierarchieebenen der Empfehlungsgeber.

Anhand der nachfolgend dargestellten Grafiken erhalten Sie einen Einblick über die ausgewerteten Kategorien. Bitte beachten Sie, dass sich die hier dargestellten Auswertungen jeweils auf verschiedene Rechtsgebiete beziehen. Eine zusammenhängende Auswertung je Rechtsgebiet erhalten Sie im Buch „kanzleimonitor.de 2017–2018“.

Die Rechtsgebiete

Insgesamt verteilen sich 7.714 Empfehlungen auf 32 verschiedene Rechtsgebiete. Hierbei sind deutliche Unterschiede in der Aufteilung zu erkennen. Die Schwerpunkte der Empfehlungen sind die Themengebiete Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, sowie Mergers & Aquisitions.

Aktien- & Konzernrecht (Gesamtbetrachtung)

Im Aktien- und Konzernrecht, einem der größten Rechtsgebiete nach Anzahl der Empfehlungen, dominieren ganz klar die Großkanzleien. Hengeler Mueller führt das Feld mit 47 Voten klar an, gefolgt von Freshfields Bruckhaus Deringer und Linklaters mit 26 und 22 Empfehlungen sowie Gleiss Lutz mit 19 Nennungen.

Arbeitsrecht (Branchen)

Klarer Sieger mit den meisten Empfehlungen in vier von sechs Branchen (Dienstleistungen, IT und Telekommunikation, Maschinen- und Anlagenbau, Versicherungen und Finanzdienstleister) ist die Großkanzlei CMS Hasche Sigle. Gefolgt wird sie in der Gunst der Dienstleister von Luther, in den Präferenzen der Computer- und Netzspezialisten von vangard, im Maschinen- und Anlagenbau von Görg und bei den Vorlieben der Versicherer und Finanzdienstleister von Gleiss Lutz. Im Bereich Automotive liegt CMS Hasche Sigle mit drei Empfehlungen auf dem vierten Platz, hinter Oppenhoff & Partner und Gleiss Lutz mit jeweils vier Nennungen. An der Spitze sehen wir Mayer Brown, die siebenmal positiv herausgestellt wurden. Und im neu aufgenommenen Bereich Verwaltung/Verbände ragen Schiefer Rechtsanwälte mit drei persönlichen Referenzen heraus.

Gewerblicher Rechtsschutz (Mehrfach genannte Anwälte)

Die meisten positiven Nennungen können als Einzelanwälte verbuchen: Dr. Stefan Maaßen von der Kanzlei Loschelder mit sieben Empfehlungen. Dr. Reinhard Döring von Bock Legal, Dr. Joseph Fesenmair von Bird & Bird und Dr. Dr. Tobias Wuttke aus der Kanzlei Meissner Bolte & Partner, erhalten jeweils vier Empfehlungen. Anwälte und Anwältinnen, die namentlich genannt und mit drei Nennungen empfohlen wurden, sind außerdem Dr. Rudolf Böckenholt von Boehmert & Boehmert, Olaf Gillert von Taylor Wessing, Prof. Dr. Gordian N. Hasselblatt von CMS Hasche Sigle, Dr. Ingo Jung von CBH Rechtsanwälte, Dr. Alexander R. Klett von Streibörger Speckmann, Svenja-Ariane Maucher von Taylor Wessing, Dr. Andreas Schabenberger von Menold Bezler und Dr. Andrea Schmoll von Osborne Clarke.

Compliance (Regionale Auswertung)

Nur drei internationale Großkanzleien sind in mehr als einer Region mehrfach positiv herausgestellt worden. Das beweist, dass das Rechtsgebiet Compliance durchaus seine Regionalfürsten kennt. Entsprechend stellen sich die Referenzen je nach Herkunft der Unternehmensjuristen unterschiedlich dar. Im Osten sind die Rechtsgesellschaften der großen Wirtschaftsprüfer stark. PwC Legal hat die Nase vorn, es folgen AGS Legal, Baker & McKenzie und KPMG Law. Baker & McKenzie punktet auch im Süden, allerdings hinter Noerr und, an der Spitze, Hogan Lovells. Clifford Chance und Freshfield Bruckhaus Deringer komplettieren die Top 5 der Südschiene. Im Westen liegen Baker & McKenzie sogar an der Spitze. Neben den anderen großen Kanzleien, die wiederholt positiv erwähnt wurden, haben Thiel von Herff Rechtsanwälte aus Bielefeld hier ihr Heimspielfeld. Der Norden hebt die Hamburger Sozietät Roxin Rechtsanwälte aufs Siegerpodest. Clifford Chance, DLA Piper und Passarge, Prudentino & Rhein, ebenfalls an der Alster ansässig, vervollständigen die Lite der mehrfach
nominierten Kanzleien.

Mergers & Acquisitions (Positionen)

Die General Counsel entscheiden sich für den einen Rechtsgebietssieger, die Abteilungsleiter und die sonstigen Syndici für den anderen. Großzügig vergeben die Leiter Recht 29 Empfehlungen an Freshfields Bruckhaus Deringer und 22 an Hengeler Mueller. CMS Hasche Sigle bekommen mit 20 auch einen guten Teil ab, Linklater immerhin noch 15, Baker & McKenzie sowie Noerr jeweils zwölf und Milbank Tweed Hadley & McCloy elf Nennungen. Die Abteilungsleiter favorisieren Hengeler Mueller. Sie sprechen der Großkanzlei neun Empfehlungen aus. Oppenhoff & Partner werden sechsmal, Freshfields Bruckhaus Deringer fünfmal und CMS Hasche Sigle viermal positiv gewürdigt. Bei den sonstigen Syndici sieht das Bild nur auf den ersten Blick etwas anders aus. Hier führen CMS Hasche Sigle und Hengeler Mueller mit jeweils neun Nennungen vor Baker & McKenzie (7) und Linklaters (7).

Gesellschaftsrecht (Umsatz)

Wie man es auch betrachtet, das Bild bleibt ziemlich gleich. Hengeler Mueller, klarer Empfehlungssieger in der Gesamtwertung, liegt sowohl bei den größten Unternehmen als auch in der mittleren Gruppe am besten im Rennen. Bei den Unternehmen mit mehr als zehn Milliarden Euro Umsatz haben die Zweitplatzierten Freshfields Bruckhaus Deringer und Linklaters einen deutlichen Rückstand. Hengeler Mueller erhalten so viele Nominierungen wie die beiden zusammen. In der Gruppe der Unternehmen mit einer bis zehn Milliarden Euro Umsatz hat Hengeler Mueller Freshfields Bruckhaus Deringer und Gleiss Lutz dichter im Nacken. Hier machen fünf Voten den Unterschied. In der Gruppe der kleineren Unternehmen heißen die meistempfohlenen Kanzleien CMS Hasche Sigle und Oppenhoff & Partner.

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