Das Richtige tun

Strategisches Portfoliomanagement

Das Richtige tun

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Der traditionsreiche Automobilzulieferer Leoni in Nürnberg ist globaler Anbieter von Produkten, Lösungen und Dienstleistungen für das Energie- und Datenmanagement – und dabei, sein Angebot künftig als Technologiepartner seiner Kunden um intelligente Kabel, Kabelsysteme und Komponenten zu erweitern. „Das Unternehmen ist in einem Wandlungsprozess“, sagt Dr. Nicole Spreng, Head of Legal Centers of Expertise bei Leoni.

Der früher dezentral aufgestellte Rechtsbereich wich vor wenigen Jahren einer zentral gesteuerten Einheit mit weiterhin bestehender regionaler Präsenz von Juristen.

Was ist strategisch wichtig?

Doch beim Zeichnen eines neuen Organigramms haben es General Counsel Dr. Christian Bienemann und sein Team nicht belassen. „Als erstes haben wir herausgearbeitet, welche der von uns betreuten Rechtsgebiete zum Herz der strategischen Ausrichtung des Business gehören und welche eher allgemeiner Art sind, wie sie sich in jedem Unternehmen auftun“, erläutert Nicole Spreng. „Anders formuliert lautet die Ausgangsfrage: Welche unserer Tätigkeiten sind strategisch wichtig, und welche sind operativ notwendig?“

Aufgaben nach strategischer Relevanz ordnen

Genau das ist die Königsfrage. Sie muss zu Beginn jedes Prozesses gestellt werden, an dessen Ende etwas Besseres, Schnelleres, Intelligenteres, Kostengünstigeres als bisher stehen soll. Die Antwort besteht im einfachsten Fall aus zwei Listen. Die erste Liste enthält Aufgaben, die zum Pflichtprogramm der Rechtsabteilung, betriebswirtschaftlich: zum Kerngeschäft gehören und aus unternehmensstrategischen Gründen zwingend im eigenen Hause bearbeitet werden müssen.

Kritisches Auge ist nötig

Die Bestimmung der Aufgaben auf der zweiten Liste wird deutlich kniffliger. Denn zum einen weiß jede erfahrene Führungskraft, dass Mitarbeiter mit Megatonnen an Argumenten um den Erhalt ihrer Aufgaben kämpfen, und seien diese noch so unbeliebt. Entweder wird die Abspaltung oder Verlagerung von Aufgaben als Angriff auf die eigene Position gewertet und sofort Verteidigungsstellung bezogen. Oder die Wichtigkeit der Abläufe wird überzeichnet, weil man sich inzwischen gut darin auskennt und aus nachvollziehbaren Gründen keine große Lust verspürt, sich ersatzweise Neuem zuzuwenden.

Wie Unternehmensjuristen die Herausforderungen einordnen, wie Aufgaben sinnvoll priorisiert werden und wie man die richtigen externen Dienstleister findet – das haben Christine Demmer und Christoph Neuschäffer im Titelbeitrag „Das Richtigte tun“ in der Ausgabe 6 des unternehmensjurist ab S. 12 zusammengefasst.

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