PM: BRAK nimmt BUJ Forderung ernst – Gespräche mit dem BMJV zu Testphase beim beA

Pressemitteilung, Berlin, 28.06.2018
BRAK nimmt BUJ Forderung ernst – Gespräche mit dem BMJV zu Testphase beim beA

Pressemitteilung, Berlin, 28.06.2018
BRAK nimmt BUJ Forderung ernst – Gespräche mit dem BMJV zu Testphase beim beA

Der Bundesverband der Unternehmensjuristen e.V. (BUJ) begrüßt, dass die BRAK-Präsidentenkonferenz am gestrigen Tag eine zweistufige Inbetriebnahme beschlossen hat. Auch die Forderung des BUJ, dass die Syndikusrechtsanwältinnen und Syndikusrechtsanwälte  vor dem Aufleben der passiven Nutzungspflicht auf Grund der Sicherheitsbedürfnisse der Unternehmen eine Testphase benötigen, wurde aufgegriffen und wird nun mit dem BMJV diskutiert.

Der BUJ hatte zuletzt abermals seine Kernforderungen erläutert:

  • Achtwöchige Übergangsphase zur Implementierung
  • Vierwöchige Testphase für einen Stresstest im Unternehmen
  • Einbau eines SPAM-Filters.

„Es ist ein Erfolg in letzter Minute“ meint Götz Kaßmann, Präsident des BUJ. „Auch wenn das Aussetzen der passiven Nutzungspflicht für eine Testphase noch keine beschlossene Sache ist, zeigt uns die Ankündigung des BRAK-Präsidenten Schäfer, dass es dem BUJ gelungen ist, zu vermitteln, dass die Sicherheitsbedürfnisse der Unternehmen beim Thema beA eine relevante Größe darstellen müssen.“

Der BUJ setzt sich seit Jahren dafür ein, dass Syndikusrechtsanwältinnen und Syndikusrechtsanwälte als Teil einer einheitlichen Anwaltschaft wahrgenommen werden. Vor diesem Hintergrund fordert der Verband nicht nur die Gleichstellung in den Rechten, sondern nimmt auch die gleichen Pflichten ernst. So hatte der BUJ auch beim Thema beA mehrere Gespräche, um die Expertise des Verbandes mit in die Diskussion einzubringen und um zum Erfolg des beA beizutragen. „Zum Erfolg des beA gehört jedoch auch, die Situation der Syndikusrechtsanwältinnen und Syndikusrechtsanwälten in den Unternehmen angemessen zu berücksichtigen.“ so Kaßmann und fügt hinzu, dass die Situation mit der von Anwälten in Großkanzleien vergleichbar sei.

Trotz des Erfolges des Verbandes in einzelnen Forderungen sind die Praktiker auf Grund des fehlenden Sicherheitskonzeptes noch zurückhaltend mit der Freude. „Insbesondere der fehlende Schutz vor Malware ist ein Problem für die Unternehmen.“ so Andreas Dietzel, Leiter der Fachgruppe Berufsrecht des BUJ. „Es steht zu befürchten, dass einige IT-Verantwortliche die beA-Software ohne einen solchen Schutz für das Unternehmen nicht freigeben.“

Der potentielle Schaden, der entstehen könnte, wenn insbesondere systemrelevante Unternehmen durch eine fehlerhafte Software oder auf Grund der Durchlässigkeit für Malware angreifbar sind, ist immens. Zu Bedenken ist hier nicht nur der mögliche finanzielle Schaden beim Unternehmen selbst, sondern auch die Gefährdung gesamtgesellschaftlich relevanter Kommunikationsnetze, Transportnetze sowie die Güterproduktion.

Der Bundesverband der Unternehmensjuristen bietet sich der BRAK und dem BMJV weiter als konstruktiver und ergebnisorientierter Ansprechpartner an, um an einem funktionierenden Sicherheitskonzept zu arbeiten.

Foto: ©Shutterstock.com/VectorKnight

Dezember , 2018

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